Rätsel um Unigesetz-Novelle
24. Mai 2009, 17:51
Mysteriöser “Gesetzesentwurf” sieht Ende des freien Hochschulzugangs und höhere Studiengebühren vor – SP und VP dementieren – Mit Text zum Download
Wien - Sein Ende wäre eine Revolution: Der freie Hochschulzugang ist seit Jahrzehnten ehernes Prinzip der österreichischen Bildungspolitik. Jeder Maturant kann hierzulande frei wählen, welches Studium er an welcher öffentlichen Universität ergreift, weder Numerus clausus noch Eingangsprüfung stehen im Weg. Zugangsbeschränkungen gibt es nur in Ausnahmen wie etwa an der Medizin-Uni.
Der Artikel ist auf www.derstandard.at nachzulesen.
Die ÖH Linz und der Senat (bestehend aus VertreterInnen der ProfessorInnen, DozentInnen und Studierenden) an der JKU fordern Wissenschaftsminister Hahn (ÖVP) auf, die Entwürfe für die anstehende Novellierung des Universitätsgesetzes offenzulegen. Die Stellungnahme kannst du hier nachlesen.
Wissenschaftsminister Hahn will das Universitätsgesetz reformieren. Die Reformpläne sollen erst nach (!) der ÖH-Wahl präsentiert werden. Mitte Juni soll der Beschluss auf Initiativantrag erfolgen. Einige seiner Vorschläge haben negative Auswirkungen auf die Studierenden. Unter anderem drohen
Zugangsbeschränkungen,
die Abschaffung der Anrechnung von Diplomarbeiten und eine
weitere Beschränkung der Mitbestimmung der Studierenden an den Universitäten.
Deshalb braucht es eine starke ÖH, um dem Wissenschaftsminister und der Bundesregierung Einhalt zu gebieten. Hahn will sich ein Begutachtungsverfahren sparen – daher bleibt nicht viel Zeit, um gegen das Gesetz entschieden aufzutreten.
Der Senat der JKU (der Senat besteht aus VertreterInnen von ProfessorInnen, Mittelbau, Allgemeine Bedienstete und Studierenden) bereitet sich auf den Widerstand gegen die Reform vor. Heute tagt eine Senatsarbeitsgruppe die Maßnahmen gegen die Reform plant.