Regierungspläne für die Universitäten

Mit dem Satz „Wissenschaft und Forschung sind Schlüsselaufgabe für Gesellschaft und Staat“ wird der Bereich Wissenschaft im Regierungsprogramm eingeleitet. Die neue SPÖ/ÖVP Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, Ausgaben in der Höhe von 2 % des BIP für den tertiären Bildungssektor anzustreben. Das Erreichen dieses Ziels wurde vor der Wahl mit dem Jahr 2020 festgesetzt. Von dieser zeitlichen Festlegung ist im Regierungsprogramm nichts zu finden. Die Universitäten, insbesondere die Johannes Kepler Universität, benötigen zusätzliche Mittel.

Der Plan der letzten Regierung, die Reform des Universitätsgesetz 2002, soll 2009 umgesetzt werden. Hahn ist auch für einige Monate Justizminister. Insofern vermute ich, dass sich die Reform etwas nach hinten verschiebt. Die Eckpunkte dieser Novelle sind allgemein und unverbindlich gehalten. Über die im Entwurf des Wissenschaftsministeriums (für die geplatzte Novellierung im Herbst) geplante Abschaffung der Anrechnung von Diplomarbeiten ist nichts zu finden. Gerade für Studierende der JKU ist diese Anrechnung besonders wichtig. Viele lassen sich z.B.: die WIWI-Diplomarbeit auch für Sozialwirtschaft anrechnen. Die qualitativen Zugangsbeschränkungen für den Master lassen Schlimmes befürchten. Positiver Punkt: „Berufsbegleitendes Studieren an Universitäten soll durch explizite Studienangebote oder Studienmodule für Erwerbstätige ermöglicht werden.“ Hinter diesem Satz steht der Ausbau von eLearning Angebote. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die aktuelle Kampagne der Initiative Kritischer Studierende: “Lehrveranstaltungen zu deiner Primetime” verweisen.

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