Web Tipp: brokershands on their faces blog

Das die ausufernden Finanzmärkte maßgeblich Schuld an der Finanzkrise haben ist unbestritten. Aus meiner Sicht sind dringend Regulierungen notwendig, neue Spielregeln für das Wirtschaften müssen aufgestellt werden.
Eine etwas andere Dokumentation der Krise liefert der Blog: „The Brokers with hands on their faces“. Er veranschaulicht die Verzweiflung der BrokerInnen an den Börsen.

Rechenbeispiel

Die JKU hat ungefähr 13.800 Studierende. Nehmen wir an, rund 25 % der Studierenden müssten ab Sommersemester Studiengebühren bezahlen. Das würden für die JKU Einnahmen in der Höhe von 1.254.523,50 Euro bedeuten. Diesen Einnahmen steht ein Verwaltungsaufwand in der Höhe von 828.000 Euro gegenüber. (Der Verwaltungsaufwand wurde von Rektorenchef Badelt in den Salzburger Nachrichten mit 60 Euro pro Studi bemessen.) Somit würde die Uni lediglich 400.000 Euro bekommen. Was nicht einberechnet wurde: Durch die komplizierte Regelung entstehen zusätzliche Kosten beim Bundesrechenzentrum und beim Wissenschaftsministerium. Das zeigt: Die vom Wissenschaftsminister Hahn (ÖVP) entworfene Handhabung der Studiengebührenregelung ist zu aufwändig. Die Kosten wären höher als die Erträge. Diese Kosten müsste wiederum der/die SteuerzahlerIn tragen. Neben der Universitätenkonferenz ist nun auch die Wissenschaftssprecherin der ÖVP für eine komplette Abschaffung der Studiengebühren.

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Linz 09

Das Programmbuch 3/3 von Linz 09 ist beim Info-Center am Hauptplatz erhältlich.
“Caramel architekten, die Gewinner eines geladenen Architekturwettbewerbs, konzipierten einen Raum, der Innen und Außen durch ein auffälliges Karomuster im Tischdeckenlook verbindet: ein augenzwinkernder Verweis auf die oberösterreichische Gastfreundschaft.” (www.linz09.at)
Der Look dieses Info-Centers ist durchaus Geschmackssache. Der angrenzende “Wärmepool Punschstand” der Kunstuni gefällt mir besser. Was mir wirklich gut gefällt ist der Ruhepol im ehemaligen Centralkino. “Eine akustisch menschengerechte Gestaltung unserer Lebenswelt schließt Ruhezeiten und Ruhezonen ein – um einen Schritt aus der Hektik des Alltagslebens tun zu können ebenso wie um unserem Hörsinn und dem ebenfalls im Gehör angesiedelten Gleichgewichts- und Orientierungssinn die dringend benötigte Zeit zur Erholung von den zahllosen Beschallungen und Lärmquellen zu verschaffen.”  (aus dem Folder Ruhepol – Centralkino) . Ich war heute im Ruhepol. Er hat die Erwartungen auf jeden Fall erfüllt. Nur die Sitzpolster sind härter, als sie auf dem Foto aussehen.

Das Linz 09 Programm hat selbstverständlich auch einige Schwachstellen. Aber unterm Strich bringt Linz 09 frischen Wind in die Stadt. Und das ist gut so.

Studiengebühren abschaffen!

Im Entwurf des Wissenschaftsministeriums zur Handhabung der Studiengebührenregelung setzt Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) auf Prüfung im Einzelfall. Das bedeutet für Studierende wie für die Unis unnötige Bürokratie. Mit diesem Entwurf ist klar: Das Wissenschaftsministerium sucht krampfhaft nach einer bürokratischeren Regelung, als es notwendig wäre. Damit verfehlt der Entwurf des Wissenschaftsministeriums die Vorgabe des Regierungsprogramms. Denn eigentlich sollte eine unnötige bürokratische Vollziehung vermieden werden. Selbst die Universitätenkonferenz ist nun für die Abschaffung der Studiengebühr.

Die ÖVP will dem Koalitionspartner wohl keinen Erfolg gönnen. Ich glaube, die Studiengebührenregelung wird von der ÖVP als Druckmittel für die anstehende Verhandlungen zur Novellierung des Universitätsgesetz 2002 eingesetzt. Bis dahin dürfen sich die Studierenden und die Universitäten mit unnötiger Bürokratie quälen. Schade eigentlich, dass Hahn nicht den Vorschlag der Uni Linz zur unbürokratischen Vollziehung der Regelung angenommen hat.

Webwissenschaften in der nächsten Runde

Die Senatsarbeitsgruppe  hat sich unter meiner Leitung einstimmig auf ein Konzept für ein Studium der Webwissenschaften geeinigt. Die Idee dieses Studiums basiert auf dem Buch “Freie Netze. Freies Wissen.” Webwissenschaften soll ein interdisziplinäres Studium werden. Sowohl SoziologInnen als auch InformatikerInnen sollen dieses Master-Studium studieren können. Selbstverständlich werden innerhalb des Studiums verschiedene Schwerpunkt gelegt. Somit kann sich einE InformatikerIn weiter in seinem/ihrem Bereich vertiefen. Ab dem 3. Semester soll der integrative Teil des Studiums beginnen. Dieser stellt das Alleinstellungsmerkmal für Webwissenschaften dar. Ab diesem Zeitpunkt wird interdisziplinär gearbeitet. Dieser Block soll sich aus mehreren Lehrveranstaltungen zusammensetzen, z.B. Integratives Projekt, eine Gast-Vorlesung in Zusammenarbeit mit dem AEC oder die Behandlung einer Web Forschungsfrage. Der Senat hat dieses Konzept gestern einstimmig angenommen und eine provisorische Studienkommission eingerichtet, die ein Curriculum erstellen soll. Falls es die JKU schafft Drittmittel für dieses Projekt aufzustellen, könnte das innovative Studienangebot Webwissenschaften bald Realität werden.

Regierungspläne für die Universitäten

Mit dem Satz „Wissenschaft und Forschung sind Schlüsselaufgabe für Gesellschaft und Staat“ wird der Bereich Wissenschaft im Regierungsprogramm eingeleitet. Die neue SPÖ/ÖVP Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, Ausgaben in der Höhe von 2 % des BIP für den tertiären Bildungssektor anzustreben. Das Erreichen dieses Ziels wurde vor der Wahl mit dem Jahr 2020 festgesetzt. Von dieser zeitlichen Festlegung ist im Regierungsprogramm nichts zu finden. Die Universitäten, insbesondere die Johannes Kepler Universität, benötigen zusätzliche Mittel.

Der Plan der letzten Regierung, die Reform des Universitätsgesetz 2002, soll 2009 umgesetzt werden. Hahn ist auch für einige Monate Justizminister. Insofern vermute ich, dass sich die Reform etwas nach hinten verschiebt. Die Eckpunkte dieser Novelle sind allgemein und unverbindlich gehalten. Über die im Entwurf des Wissenschaftsministeriums (für die geplatzte Novellierung im Herbst) geplante Abschaffung der Anrechnung von Diplomarbeiten ist nichts zu finden. Gerade für Studierende der JKU ist diese Anrechnung besonders wichtig. Viele lassen sich z.B.: die WIWI-Diplomarbeit auch für Sozialwirtschaft anrechnen. Die qualitativen Zugangsbeschränkungen für den Master lassen Schlimmes befürchten. Positiver Punkt: „Berufsbegleitendes Studieren an Universitäten soll durch explizite Studienangebote oder Studienmodule für Erwerbstätige ermöglicht werden.“ Hinter diesem Satz steht der Ausbau von eLearning Angebote. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die aktuelle Kampagne der Initiative Kritischer Studierende: “Lehrveranstaltungen zu deiner Primetime” verweisen.

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Es lebe die Schallplatte!

Dieses Wochenende habe ich bei meinen Verwandten in Deutschland verbracht. Anlass: “Onkel Bert” hat seinen 70iger gefeiert. Da meine Großmutter viele Geschwister hatte, ist meine Verwandtschaft in Bayern sehr groß. Im Feiern sind meine Verwandten sehr versiert, so wurde von 17.00 Uhr bis 03.00 Uhr gegessen, getrunken, gesungen und getanzt. Ich bin von diesen Familienfeiern immer begeistert. Es ergeben sich auch immer interessante Gespräche. So habe ich erfahren, dass ein Großonkel zwei Verwandte zur Flucht aus der DDR verholfen hat.

Ich habe vor kurzem von meiner Tante aus Bad Hall ihren alten Plattenspieler bekommen. Das Hören von Schallplatten stellt für mich einen größeren Musikgenuss als das Hören von CDs oder MP3s dar. Ich finde es entspannender und ich liebe das Knacksen und Rauschen von alten Aufnahmen. Ich habe mir dieses Wochenende ein paar Schallplatten von einer Tante aus Deutschland ausgeliehen. Unter anderem habe ich Schätze wie Beatles oder Shirley Bassey Platten entdeckt. (Shirley Bassey wurde durch James Bond Filmmusik bekannt, z.B. Diamonds are Forever und Goldfinger. Um sich dieser Musik anzunähern, kann ich das „Diamonds are Forever – The Remix Album” empfehlen).

Event: Medienwerkstatt 2009

Inhalte und Wissen sind die eine Seite der Informationsgesellschaft, deren Vermittlung und Verbreitung die andere. Dafür benötigen wir die Transportmittel des globalen Dorfes, die Medien. Die unterschiedlichen Medien ermöglichen, Menschen in Form von Texten, Tönen und Bildern zusammen zu bringen, Wissen zu verbeiten und die (Medien-)Welt zu gestalten.

Ich fahre seit 2002 auf die Medienwerkstatt. Ich habe bis jetzt jedes Mal viel gelernt und immer riesigen Spaß gehabt (Die Parties sind leiwand). Martin Wassermair (www.wassermair.net) und ich referieren bei dieser Medienwerkstatt den Workshop: “Kommunikation & Medienguerilla”. Bei der Medienwerkstatt werden alle Workshops von hochkarätigen ReferentInnen gestaltet, z.B: beim Radio Workshop kommt jemand von FM4. Für Studierende ist der Zeitpunkt der MeWe wegen der Klausurenzeit im Jänner nicht unbedingt günstig. Aber mit viel Zeitmanagement kann es sich ausgehen – einfach auf www.sj-linz.at/mewe anmelden.

Webtipp: The Yes Man

The Yes Man haben sich schon bei so mancher Konferenz als WTO Vertreter ausgegeben. In ihren Reden übertrieben die Yes Man mit ihrer Neo-Liberalen Rhetorik – trotzdem applaudierten die ZuhörerInnen. Diese und andere Aktionen kann man auf ihrer Seite: http://www.theyesmen.org/ nachlesen. Einen Einblick bietet ebenfalls folgendes YouTube Video: http://www.youtube.com/watch?v=SlUQ2sUti8