Rechenbeispiel

Die JKU hat ungefähr 13.800 Studierende. Nehmen wir an, rund 25 % der Studierenden müssten ab Sommersemester Studiengebühren bezahlen. Das würden für die JKU Einnahmen in der Höhe von 1.254.523,50 Euro bedeuten. Diesen Einnahmen steht ein Verwaltungsaufwand in der Höhe von 828.000 Euro gegenüber. (Der Verwaltungsaufwand wurde von Rektorenchef Badelt in den Salzburger Nachrichten mit 60 Euro pro Studi bemessen.) Somit würde die Uni lediglich 400.000 Euro bekommen. Was nicht einberechnet wurde: Durch die komplizierte Regelung entstehen zusätzliche Kosten beim Bundesrechenzentrum und beim Wissenschaftsministerium. Das zeigt: Die vom Wissenschaftsminister Hahn (ÖVP) entworfene Handhabung der Studiengebührenregelung ist zu aufwändig. Die Kosten wären höher als die Erträge. Diese Kosten müsste wiederum der/die SteuerzahlerIn tragen. Neben der Universitätenkonferenz ist nun auch die Wissenschaftssprecherin der ÖVP für eine komplette Abschaffung der Studiengebühren.

Übrigens: Der Rektor der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Wolf-Dietrich Fircks forderte gegenüber der Wiener Zeitung in der heutigen Ausgabe die Auflösung des Wissenschaftsministeriums. Es wäre „ein erster Beitrag zur besseren Finanzierung und Autonomie der Universitäten“. Ich halte das für keine gute Idee. Ein Staat muss Wissenschaftspolitik betreiben können. Auswirkungen der Autonomie an der VetMed: Im Rechnungsjahr 2004 hat die VetMed Wien 85.000 Euro für die Bezüge der Uniratsmitglieder benötigt. Ein Vergleich: Die Universität Salzburg hat im gleichem Zeitraum 37.740,20 Euro für die Bezüge des Universitätsrats ausgegeben. Die VetMed hat jediglich ca. 2500, die Uni Salzburg ca. 11.000 Studierende. Stellt sich Fircks so die „Effizienzgewinne“ der Autonomie vor?

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